Wirtschaft : Kartellamt vermutet Marktmissbrauch

asi

Die Bewag hat neuen Ärger mit dem Bundeskartellamt: Weil der Berliner Energieversorger sein Stromnetz den Wettbewerbern zur Belieferung von privaten Haushalten vorerst nicht zur Verfügung stellen will, forderte das Bonner Kartellamt die Bewag jetzt in einem Brief auf, sich binnen einer Woche zum Vorwurf der "mißbräulichen Ausnutzung der marktbeherrschenden Stellung" zu äußern. Der Tagesspiegel hatte am Mittwoch berichtet, dass die Bewag ihren Konkurrenten die Durchleitung in Privathaushalte vorerst verweigert, weil es noch keine Verbändevereinbarung und keine Lösungen zur Abrechnung der so genannten Tarifkunden gibt. Das Kartellamt vermutet in seinem Brief, dass die Bewag durch ihr Verhalten den Wettbewerb rechtswidrig verhindert. Tatsächlich verhalten sich derzeit die meisten Stadtwerke und lokalen Stromanbieter in Deutschland ähnlich wie die Bewag.

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