Wirtschaft : Kartellamt will Eon-Verträge prüfen

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(fo). Der Präsident des Bundeskartellamtes, Ulf Böge, will die Vereinbarungen des Energiekonzerns Eon mit den neuen Klägern gegen eine RuhrgasFusion genau prüfen. Möglicherweise enthielten diese Verträge über den Austausch von Firmenbeteiligungen und über Sonderkonditionen für Strom- und Gaslieferungen „wettbewerbswidrige Absprachen“. Die Behörde prüfe von Amts wegen, sagte eine Sprecherin, Beschwerden lägen nicht vor. Am Freitag hatte Eon sich außergerichtlich mit den klagenden Fusionskritikern geeinigt. Die Fusion ist jetzt vollzogen. An seinen schärfsten Gegner Energie Baden-Württemberg (EnBW) gibt Eon bisher noch nicht benannte Beteiligungen seiner Stadtwerke-Holding Thüga ab. Im Gespräch ist jetzt die Gasversorgung Sachsen (Gaso), der anfangs vermutete badische Strom- und Gasversorger Badenova kommt offenbar aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht in Frage weil das Versorgungsgebiet unmittelbar an das der EnBW angrenzt. Gescheitert ist unterdessen der Versuch des Potsdamer Händlers Natgas, die Fusion mit einer neuen Klage aufzuhalten. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht (OLG) bezeichnete die Beschwerde als nicht zulässig.

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