Kartellrechtliche Bedenken : Premiere und Arena setzen Zusammenarbeit aus

Die Prüfung der Kooperation von Premiere und Arena durch das Kartellamt verläuft nicht so reibungslos wie zunächst vermutet. Die Vermarktung des Satelliten-Angebots wurde zunächst ausgesetzt. Für den Kunden ändert sich vorerst nichts.

Bonn/München - Der Bezahlsender Premiere legt die Vermarktung des Bundesliga-Angebots des Konkurrenten Arena über Satellit wegen Kartellrechts-Bedenken auf Eis. "Die Prüfung durch das Kartellamt ist langwieriger und umfassender als erwartet", sagte Premiere-Chef Georg Kofler. Beide Seiten seien übereingekommen, das Angebot bis zum Abschluss der kartellrechtlichen Prüfung Ende Mai auszusetzen, bestätigte ein Kartellamts-Sprecherin in Bonn.

Es sollten "noch keine Fakten geschaffen werden", erläuterte die Behördensprecherin. Dabei gehe es nur um den Satellitenbereich und nicht um das Angebot via Kabel. Für die derzeitigen Kunden, die das Live-Angebot bereits nutzten, ändere sich nichts. "Kein Bildschirm bleibt am Wochenende schwarz."

Für Bestandskunden ändert sich nichts

Wer bereits über die Premiere-Satellitenplattform das Arena-Angebot gebucht hat, kann die Bundesliga auch laut Mitteilung von Premiere weiter live sehen. Die Sendungen über Kabelnetze seien nicht betroffen. Die Erzrivalen Arena und Premiere hatten Anfang Februar eine umfassende Allianz verkündet, die auch Satellitenübertragungen einschließen sollten.

Die Kooperation hatte das Kartellamt zu einer intensiven Prüfung veranlasst. Es werde untersucht, ob die Zusammenarbeit mit der Vermarktung im Satellitenbereich kartellrechtlich in Ordnung sei, sagte die Behördensprecherin. Premiere und Arena seien bemüht, die Bedenken des Kartellamts so schnell wie möglich auszuräumen, sagte Kofler. Bis Ende Mai solle ein kartellrechtlich unbedenkliches Modell entwickelt werden. (tso/dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben