KAUFEN oder NICHT : Dicht, bunt, zum Mitnehmen

Keine Lust auf Pappbecher zum Wegwerfen? Wir testen ein Keepcup, einen Becher, den man behalten kann.

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Foto: promo
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Sie kennen das: Auf dem Weg zur Arbeit muss noch schnell ein Latte Macchiato/Milchkaffee/Chai Latte oder so etwas her. Man rennt in den Laden, greift sich das Heißgetränk, rennt damit zum Bestimmungsort, und wenn der Becher leer ist, wird er weggeworfen. Das fanden die australischen Geschwister Abigail und Jamie Forsyth verbesserungswürdig und erfanden den Keepcup, zu Deutsch Behaltebecher. Besagtes Objekt gibt es in vier Größen und zig Wahlfarben für die vier Bestandteile Deckel, Stöpsel, Becher und Griffband. Meiner ist in Schwarz, Grün, Rot und Hellrot. Schön bunt, das Design ist ansprechend und angeblich passend für die meisten Baristamaschinen und Becherhalter in Autos und an Fahrrädern. Laut Gebrauchsanweisung muss man den Becher immer auf einer geraden Oberfläche verschließen. Das klappt. Der Deckel lässt sich mit Druck auf den Becher abnehmen, mit einer Hand allerdings geht das nicht. Allerdings hält der Deckel auch wirklich gut auf dem Trinkgefäß.

Am Baristatresen läuft alles glatt, der Becher passt unter die Maschine und kommt beim Barista ziemlich gut an. Auf dem Griffband kann man mit Permanentmarker mit einer Strichbreite von 3 Millimeter seine Lieblingssorte ausmalen, für die wortlose Bestellung muss die Bedienung allerdings des Englischen mächtig sein und wissen, was Flat White, Sweetener oder Organic heißt. Das kostet einen Punkt. Eine Thermofähigkeit hat der smarte Becher übrigens nicht, das gibt noch einen Punktabzug. Aber weil der Becher nicht nur gut aussieht, sondern spülmaschinentauglich und auch noch umweltfreundlich ist, kann man ihn guten Gewissens empfehlen. Kaufen kann man ihn unter www.keepcup.com oder zum Beispiel im Eco Showroom in der Almstadtstraße 35, 10119 Berlin.

Das Testurteil: acht Punkte.

(0 Punkte: Hände weg und alle Bekannten warnen, 5 Punkte: Noch mal drüber schlafen, 10 Punkte: Sofort kaufen.)

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