KAUFEN oder NICHT : Ein Programm, ein Computer

DAS TESTURTEIL0 Punkte: Hände weg und alle Bekannten warnen, 5 Punkte: Noch mal drüber schlafen, 10 Punkte: Sofort kaufen

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Foto: promo
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Notebooks, Netbooks und iBooks – sie begleiten ihre Besitzer wie ein Buch überall hin. Mit dem Chromebook ist die Vielfalt nun noch größer geworden. Allerdings unterscheidet sich dieser Mobilcomputer von allen anderen Modellen. Er enthält nur ein Programm: den von Google entwickelten Internetbrowser Chrome. Ohne Zugang zum Internet ist das Chromebook kaum zu mehr zu gebrauchen als ein Briefbeschwerer im Din-A-4-Format. Mit Internet jedoch – über eine Wireless-Lan- Verbindung oder im 3G-Mobilfunknetz – stehen dem Besitzer die unendlichen Weiten des Webs zur Verfügung.

Mit dem Chromebook wird der Großteil der Daten in der Internet-Wolke vorrätig gehalten. Für die meisten Aufgaben stellt Google Online-Tools zur Verfügung. Mit Googlemail lässt sich nicht nur die elektronische Post erledigen, auch ein Adressbuch gehört dazu. Freundschaften werden in Google+ gepflegt. Für Briefe und Tabellen gibt es Google Docs und Videos können bei der Google-Tochter Youtube angeschaut werden. Passwörter und Internet-Favoriten synchronisiert Chrome direkt mit anderen Computern. Selbst Fernsehen kann man mit dem Chromebook über das Internet. Über die Webschnittstelle des TV-Dienstes Zattoo lassen sich ein Großteil des öffentlich- rechtlichen Fernsehprogramms sowie einige Privatsender abrufen.

Das Chromebook von Samsung startet in wenigen Sekunden. Die Wartung erfolgt unmerklich im Hintergrund, für die Sicherheit sind die Internetdienste zuständig. Mit 1,5 Kilo ist es angenehm leicht und zudem flüsterleise. Die lange Akkulaufzeit von mehr als acht Stunden ist beeindruckend. Allerdings fehlt ein DVD-Laufwerk. Das Chromebook gibt es in einer Version nur mit Wlan für 400 Euro und einer Version mit Wlan und Mobilfunkschnittstelle für 450 Euro. Wird der Computer ohnehin eher fürs Surfen eingesetzt, kann ein Chromebook eine echte Alternative sein. Ob man aber seine ganze Musik- und Videosammlung im Netz ablegen möchte, ist eine andere Sache. Wenig verlockend ist zudem die Abhängigkeit: Ohne Netz und Google läuft mit dem Chromebook nichts.

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