KAUFEN oder NICHT : Erste Hilfe gegen Mücken

DAS TESTURTEIL0 Punkte: Hände weg und alle Bekannten warnen, 5 Punkte: Noch mal drüber schlafen, 10 Punkte: Sofort kaufen.

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Foto: Manufactum
Foto: Manufactum

Gefreut habe ich mich auf diese Aufgabe nicht. Aber ein bisschen Schmerz und Überwindung gehören zum Journalismus dazu, denke ich. Deshalb habe ich mich bereit erklärt, den Insektenstichheiler „bite away“ zu testen. Das Problem: Um einen Insektenstichheiler auszuprobieren, muss man erst einmal einen Insektenstich haben. Keine tolle Vorstellung.

Der „bite away“ (29 Euro bei Manufactum) soll gegen Bremsen-, Hornissen-, Wespen-, Bienen-, Zecken-, ja sogar gegen Spinnenbisse helfen. Das Prinzip: Wenn Insekten beißen oder stechen, geben sie Gift ab, das aus Proteinen, also Eiweißen, besteht. Der Stichheiler sorgt dafür, dass die Proteine durch Hitze zersetzt und die Stiche dadurch neutralisiert werden, verspricht der Hersteller, die Firma Riemser. Eine kleine Metallplatte an der Unterseite des Geräts wird stark erhitzt und dann auf die betroffene Stelle gesetzt.

Seit jeher gehöre ich zu den bevorzugten Opfern von Mücken. Die Stiche schwellen zu hässlichen roten Knubbeln an, die höllisch jucken. Hat das künftig ein Ende? Das Internet ist voller Lobeshymnen für das Gerät. Ich habe das fieberthermometerähnliche Teil mit an den Schlachtensee genommen, es hat mich auf meinen Balkon begleitet und in den Biergarten. Ich habe auf die Mücken und die Stiche gewartet, ja, ich habe geradezu darauf gelauert. Doch lange Zeit ist nichts passiert! Allein die Anwesenheit des Heilers schien auf magische Art die Mücken zu vertreiben. Super, dachte ich.

Gestern Abend war es dann aber doch so weit. An unserem mückenverseuchten Tümpel wurde ich gestochen. Ich habe den Heiler gezückt, es wurde heiß an der Stelle – unangenehm heiß –, aber es hat geholfen, zumindest ein bisschen. Die Stelle juckt zwar immer noch, aber nicht so sehr wie sonst. Und statt großer Quaddeln habe ich nur eine kleine. Meinem Mann ist es genauso ergangen. Nur meine Tochter schert aus. Die 13-Jährige findet die Hitze des Heilers so unerträglich, dass sie lieber die Stiche aushält. Oder die Mücken killt, bevor sie stechen. Auch das ist eine gute Methode.

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