KAUFEN oder NICHT : Fauchender Putzteufel

DAS TESTURTEIL0 Punkte: Hände weg und alle Bekannten warnen, 5 Punkte: Noch mal drüber schlafen, 10 Punkte: Sofort kaufen.

von
Foto: promo
Foto: promo

„Dit war’n schmieriger Typ, mit ’nem großen Schäferhund“ – so beschrieb mein neuer Hausmeister bei meinem Einzug den Vormieter. Die BSR hatte gerade die Überreste seiner Einrichtung aus dem Haus getragen. Ich putzte, was das Zeug hielt, um den komischen Typen mit Hund aus meiner neuen Wohnung zu vertreiben. Da kam mir das Werbeversprechen „Entfernt 99,9 Prozent aller Bakterien und Keime“ des Dampfreinigers von Black & Decker gerade recht. Der Steam Mop FSMH1621, den man als Wischer für den Boden, aber auch als Handgerät für schmuddelige Ecken in Küchen oder Bädern nutzen kann, kommt nur mit heißem Dampf und ohne Putzmittel aus.

Das Gerät ist leicht zu bedienen: Wasser in die Kammer vorne einfüllen, Mop ankletten, Stecker rein, 15 Sekunden warten bis das Wasser heiß ist. Oben am Knauf lässt sich per Knopfdruck die Bodenart (Stein, Holz, Fliesen und so weiter) auswählen, der Steam Mop dosiert dann die richtige Menge Dampf.

Ich schiebe das vor sich hin fauchende Gerät durch die Wohnung, und tatsächlich löst es mit einem Wisch mehr Schmutz von meinem Laminatboden als der herkömmliche Mop. Sogar bei Wachsflecken reicht es, ein, zwei Mal drüberzugehen. Und innerhalb kürzester Zeit ist der Boden wieder trocken. Allerdings ist der Dampfwischer recht schwer und dadurch viel weniger wendig als ein klassischer Mop. So lässt sich der Dreck, den das Gerät löst, schlecht einfangen. Nach dem Wischen muss also noch mal durchgesaugt werden. Zudem ist das Kabel so kurz, dass ich umstöpseln muss, um in meinem (normal großen) Wohnzimmer in alle Ecken zu kommen.

Mit dem Handgerät und der kleinen Bürste kriege ich Fett- und Kalkflecken weg, an denen ich in Küche und Bad zuvor vergeblich (und angeekelt) geschrubbt hatte. Allerdings muss auch hier nachgewischt werden, weil die Bürste den Schmutz zwar löst, aber nicht aufnimmt.

Der größte Vorteil des Steam Mop, den es online zum Beispiel ab 154 Euro gibt: Bücken und Auswringen sind nicht mehr nötig. Das Gerät spart also Muskelkraft sowie Putzmittel und schont den Rücken. Zudem eignet es sich prima, wenn hartnäckige Verschmutzungen entfernt werden sollen. Das Manko: Der Steam Mop ist etwas schwerfällig. Wer also nur mal kurz seine Wohnung durchwischen möchte, ist mit einem klassischen Mop besser bedient.

1 Kommentar

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben