KAUFEN oder NICHT : Flucht unter den Baldachin

Tragbarer UV-Schutz im Sommerurlaub: Henrik Mortsiefer testet ein Sonnenzelt.

Henrik Mortsiefer
Sonnenzelt
Foto: promo

Auch in diesem Sommer (?) sollte man in den Süden flüchten. Am besten mit Blick aufs Meer, fernab von Tiefausläufern, Regenschauern und Büroalltag. Doch auch die südliche Sonne (!) hat ihre Tücken. Einen Strandtag ohne Schutz steht ein winterbleicher Mitteleuropäer nicht verletzungsfrei durch. Da hilft auch Lichtschutzfaktor 30 nichts. Wer aber nicht den ganzen Tag an der schattigen Strandbar in Begleitung kühler Biere verbringen will, braucht eine mobile Lösung.

Einen Sonnenschirm? Mit Kind und Kegel kann es darunter ziemlich eng werden. Wir versuchten es deshalb mit dem Sonnenzelt Skincom „Easy for 2“ (45,60 Euro bei Amazon). Leicht (1,9 kg) und schlank verpackt schien uns der Sonnenschutz eine tragbare Lösung für einen entspannten Badetag zu sein

In „drei bis fünf Minuten“ (Hersteller) lässt sich das Polyester-Sonnentuch tatsächlich kinderleicht aufspannen. Dabei helfen drei Fiberglasstangen, wie man sie von Campingzelten kennt, zwei Bodengurte und vier Sandsäckchen nebst Heringen. Aufgebaut ist das Skincom-Zelt drei Meter lang, 1,60 Meter breit und 1,25 Meter hoch. Ausmaße, die die Peinlichkeitsgrenze nicht überschreiten, und Schattenplatz genug für drei Erwachsene bieten. Die müssen auch keinen Hitzestau fürchten, weil der Baldachin (anders als die bekannten „Strandmuscheln“) nach allen Seiten offen bleibt. Nach Meinung der Zeitschrift „Ökotest“ bietet das Sonnenzelt außerdem „sehr guten“ UV- Schutz. Zertifiziert wurde das Produkt nach UV-Standard 801 mit Sonnenschutzfaktor 60+.

Perfekt relaxt verbrachten wir Tage in praller Sonne – bis der Wind auffrischte. Nach einem Ausflug an die Strandbar fanden wir das Sonnenzelt auf den Kopf gestellt. Nette Nachbarn hatten mit den Sandsäckchen Schlimmeres verhindert. Obrigado! Windstärke drei sollte das Zelt laut Hersteller eigentlich noch bewältigen. An diesem Nachmittag müssen es wohl mehr gewesen sein. Aber halb so wild. Einen Südländer kann so ein kleines Malheur nicht aus der Ruhe bringen. Wir nehmen das Zelt wieder mit – bei der nächsten Flucht in den Sommer.

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