KAUFEN oder NICHT : Flüssige Finanzhilfe

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Foto: Kai-Uwe Heinrich
Foto: Kai-Uwe Heinrich

Die Griechen, das weiß jeder, brauchen Hilfe. Bis über beide Ohren verschuldet, sind sie auf jeden Euro angewiesen, den sie bekommen können. Die internationale Solidarität gebietet es daher, seinen Salat künftig mit Olivenöl aus Griechenland anzumachen, das Ratatouille darin köcheln zu lassen und den Lammbraten im Ofen mit dem griechischen Öl zu bepinseln.

Auch wir haben unser billiges Olivenöl aus Italien gegen ein Bio-Öl aus Griechenland ausgetauscht. Allerdings nicht gegen irgendeines: Das „Kalamata DOC Olivenöl nativ extra Bio“ der Firma Bläuel (500 ml für 10,98 Euro, erhältlich über www.proastio-shop.de) hat zahlreiche Auszeichnungen eingeheimst, darunter im vergangenen Jahr den ersten Preis bei der Biofach-Messe in Nürnberg.

Fritz Bläuel, der Firmenchef, ist einer der Bio-Pioniere Griechenlands. Seit Mitte der 80er Jahre baut er Oliven auf dem Peloponnes an. Dabei geht Qualität vor Menge. Gerade einmal ein bis drei Liter Öl werfen seine Koroneiki-Olivenbäume ab, üblich sind ansonsten rund zehn Liter. Geerntet wird mit der Hand. Das Abhacken der Früchte, mit dem sich andere Olivenbauern das Leben erleichtern, ist bei Bläuel verboten.

Das merkt man dem Öl an. Fruchtig schmeckt es, frisch. In der Schüssel hinterlässt das goldgrüne Öl eine leicht samtige Schicht. Wir haben es in den Salat getan, und wir haben Gemüse darin angeschmort. Beides war lecker. Man kann das Öl aber auch in ein Schälchen gießen und es einfach mit frischem Weißbrot zu einem Glas Wein genießen.

Die aufwendige Herstellung hat ihren Preis. Doch das Öl ist es wert. Außerdem geht es ja nicht nur ums Essen, sondern auch um die gute Sache. Griechenland zu retten hat selten so viel Spaß gemacht.

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