KAUFEN oder NICHT : Für das stumme Luftgitarrensolo

DAS TESTURTEIL0 Punkte: Hände weg und alle Bekannten warnen, 5 Punkte: Noch mal drüber schlafen, 10 Punkte: Sofort kaufen.

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Foto: promo
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Die US-Band Metallica erinnerte diese Woche auf Facebook daran, dass ihr Debütalbum „Kill ’Em All“ vor 30 Jahren in die Plattenläden kam. Dieser Meilenstein der Heavy-Metal-Geschichte wurde natürlich produziert, um ihn sich vor 100-Watt-Boxen stehend reinzupfeifen. Leider musste ich feststellen, dass weder meine Frau noch unsere kleinen Kinder noch meine Arbeitskollegen an tiefer gehenden musikhistorischen Studien zu diesem Thema interessiert sind.

Also griff ich zum Bluetooth Stereo Headset LZ380 von Xqisit (bei www.mobileaccessories.info für 99,99 Euro). Das lässt sich mit etwas Geduld bei den Einstellungen über Bluetoothfunk mit gängigen Handys, Computern und besseren Stereoanlagen verbinden. Kabellos ist wichtig. Schon mal versucht, die Luftgitarre zu „Jump in the Fire“ oder „Seek & Destroy“ zu spielen, wenn der Kopf per Kabel an den Rechner gefesselt ist?

Der Hersteller gibt an, dass man sich bis zu zehn Meter von der Funkquelle entfernen kann. Schon bei fünf Metern gibt es im Test Aussetzer. Auch trübt ein recht dumpfer Klang das Vergnügen. Mit etwas Justierung am Equalizer an der Anlage oder dem Computer lässt sich das Problem mindern, nicht aber beheben. Kurzum: Die Kopfhörer eignen sich womöglich für nächtliches Ballerspiel am Computer. Auch die Funktion als drahtloses Handyfreisprechgerät funktioniert passabel. Genießer von Mozart oder Metal aber werden enttäuscht sein.

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