KAUFEN oder NICHT : Für Schnitzeljäger

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Foto: promo
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Was ist der erste Griff nachdem die Autotür ins Schloss gefallen ist? Nein, nicht etwa zum Zündschloss langt die Hand, sondern zum Navi. Dessen Erfindung ist ein Glücksfall für alle motorisierten Zeitgenossen. Es lag also nahe, auch Fußgänger und Fahrradfahrer damit zu beglücken. Die Firma Magellan will das mit dem Explorist 310 leisten. Das Gerät ähnelt dem Handy, das ich vor zehn Jahren besaß. Das nannte ich liebevoll „Knochen“ und es beulte die Manteltaschen ordentlich aus. Dafür tropft das Wasser an der propperen Gummiummantelung des Explorist ab, und das Gerät steckt auch Stöße klaglos weg. Das ist sinnvoll, wir sind ja auf freier Strecke unterwegs. Dort ruft das Gerät zügig die Position von den Satelliten ab und gibt sie präzise auf der vorinstallierten Landkarte wieder. Gleich loslaufen, klappt trotzdem nicht. Das Ziel lässt sich zwar über die kleinen Tasten auf dem Display markieren. Das Gerät zeigt dann aber den direkten Weg an, querfeldein. Das ist in der Wildnis eine gute Sache. Aber wo gründerzeitliche Blöcke im Wege sind, empfiehlt sich eine sorgfältige Routenplanung am Computer: Über den USB-Anschluss und der mitgelieferten Software füttert man das Navi mit den Strecken eigener Wahl. Wer dazu die Zeit hat, gerne Fahrradtouren macht oder durch einen Nationalpark marschiert, wird den Explorist als treuen Begleiter schätzen. Sogar Schnitzeljagden, das verriet mir unser Nachbar, sind damit möglich. Eine rege Community sorgt dafür, dass stets neue Ziele mit kleinen Überraschungen zu entdecken sind. Zeit müsste man haben …

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