KAUFEN oder NICHT : Horst Köhlers Gastgetränk

Fatina Keilani testet Single Malt Whisky aus Bayern

Fatina Keilani

Unauffällig schmiegt sich der cremefarbene Karton in das Kaufhausregal mit den Malt Whiskys. Zwischen Laphroaig, Lagavulin und Bruichladdich fällt ein Name wie Slyrs nicht weiter auf. Doch dieses dezente Muster – sind das nicht die bayerischen Rauten? Richtig: Slyrs ist ein Malt Whisky aus Bayern. „Bavarian Single Malt Whisky“ steht denn auch da.

Seit mein Mann einmal durch einen doppelstöckigen Whisky von einer Magen- Darm-Grippe geheilt wurde, schwört er auf das Getränk. Unsere Sammlung ist mittlerweile stattlich. Zu Weihnachten suchte ich deshalb etwas Besonderes. Auf Slyrs kam ich, als ich las, welchen Aufwand das Bundespräsidialamt für die Repräsentation Deutschlands betreibt: Selbst der Whisky, den Köhlers ihren Gästen anbieten, kommt aus der Heimat, nämlich vom bayerischen Schliersee. Slyrs, so hieß vor Jahrhunderten ein Kloster in der Gegend. 39,95 Euro kostet eine Flasche. Und wie schmeckt der Bayer? Ich habe ihn mit meinem Favoriten Bruichladdich verglichen. Mir schmeckt zwar der Bruichladdich etwas besser, denn der Slyrs hat eine leicht likörige Note, er ist dennoch ein typischer Single Malt. Die Schotten brennen ihre Whiskys ja über Torffeuer, die Bayern nehmen Buchenholz. Und: Sie lagern ihn nur drei Jahre, dann kommt er in den Handel. Ein zwölfjähriger Slyrs soll 2015 auf den Markt kommen. Aber schon der Dreijährige ist ein guter Kauf.

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