KAUFEN oder NICHT : Immer der gleiche Salat

Fatina Keilani testet eine Diätküchenwaage

Fatina Keilani

Eine Weile war ich ratlos, was man mit diesem Ding soll – einer Waage, die nicht nur anzeigt, wie schwer etwas ist, sondern auch, wie viel Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate, Cholesterin, Kalorien und Broteinheiten es enthält. Die Diätwaage DS 81 der schwäbischen Firma Beurer tut genau das. Sie ist klein, leicht und einfach zu bedienen. Trotzdem: Ich konnte mich nicht mit ihr anfreunden. Als Erstes habe ich einen Latte macchiato draufgestellt, 280 Gramm schwer (das Glas nicht mitgerechnet). Zu meiner Überraschung soll er nur 113 Kalorien und 2,8 Gramm Fett haben. Die Leute von Beurer müssen in ihren Berechnungen fettarme Milch genommen haben. Meine Biomilch hat 3,8 Prozent Fett. Das Ergebnis ist immer gleich, denn die Waage misst nicht die tatsächliche Zusammensetzung, sondern hat einen Wert für Latte macchiato gespeichert, den man abrufen kann. Rund 1000 Kennziffern für einzelne Nahrungsmittel werden mitgeliefert. Eine Ziffer betrifft Kartoffelsalat. Es macht aber einen Unterschied, ob er mit Vinaigrette oder mit Mayo angemacht ist – nicht für die Waage. Die kennt nur Kartoffelsalat. Es ist also nicht zu erwarten, zutreffende Werte von ihr genannt zu bekommen. Die Waage, hergestellt in China, kostet 61,99 Euro. Ich glaube, die braucht kein Mensch. Eine Kalorientabelle gibt es ab drei Euro.

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