KAUFEN oder NICHT : Kühl und elegant

Juliane Schäuble testet einen Express-Weinkühler

Juliane Schäuble

Schick kommt er ja daher. Mattierter Edelstahl, elegante Form – der „Rapid Ice Wine Cooler“ von Vacu Vin verspricht, jeden Weißwein auf der gedeckten Tafel edel aussehen zu lassen. Ob der Weinkühler aber auch sein wichtigstes Versprechen hält, Wein in nur fünf Minuten von 18 auf 8 Grad Celsius zu kühlen? Schwer vorstellbar. Zur Sicherheit wird erst einmal ohne Gäste getestet. Denn: Nichts Schlimmeres, als wenn der Weißwein im entscheidenden Moment nicht kalt genug ist.

Kurz vor Beginn des „Heute Journals“ hole ich die Kühlmanschette aus dem Gefrierfach, wo sie bereits mindestens sechs Stunden erkalten sollte. Die Handhabung ist denkbar einfach, man muss nur den Bodendeckel abnehmen und das Kühlelement in die Edelstahl-Hülle einlegen. Den Riesling aus der Kiste geholt, in den Weinkühler gestellt – fertig. Bis der erste Nachrichten-Block vorbei ist, gebe ich dem Wein Zeit. Das waren sogar sieben Minuten. Doch schon beim ersten Anfassen wird klar, richtig kalt kann der Wein noch nicht sein, sonst wäre der Flaschenhals nicht so warm. Der Weintest zeigt: Fünf Minuten haben definitiv nicht gereicht, auch wenn ich die exakte Temperatur nicht nachmessen kann. Während der Sendung probiere ich noch zwei Mal, immer mit dem gleichen Ergebnis. Schade.

Aber immerhin: Als Marietta Slomka nach knapp 30 Minuten zum Wetter überleitet, hat der Riesling annähernd die Temperatur, die er haben sollte. Und er bleibt auch noch die folgenden Stunden gut – und vor allem elegant – gekühlt.

Fazit: Der reine Kühlvorgang lässt sich im Gefrierfach schneller und günstiger erledigen. Immerhin kostet der „Rapid Ice Wine Cooler“ 35 Euro, eine zusätzliche Manschette gibt es für neun Euro (www.proidee.de). Aber wenn man den Wein den ganzen Abend auf dem Tisch lassen möchte, und sich das Zum-Kühlschrank-Laufen sparen möchte, ist der Weinkühler definitiv eine elegante Lösung.

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