KAUFEN oder NICHT : Pur ist teuer

von
Foto: promo
Foto: promo

Ob bei der Kette aus Seattle, die die Welt mit ihren Frappuccinos überschwemmt, oder für die stylische Espressomaschine mit den George-Clooney-Kapseln für zu Hause: Für guten Kaffee geben wir heute gern etwas mehr Geld aus. Wir achten darauf, aus welchem Land die Bohnen kommen, welche Röstung sie haben, wie stark wir den Kaffee dosieren. Nur über das Wasser macht sich kaum jemand Gedanken. Das möchte der baden-württembergische Brunnenbetrieb Aqua Römer gern ändern und hat nun mit „Pur Pur“ ein Wasser speziell zum Kaffeekochen entwickelt.

Der Gedanke ist einleuchtend. Schließlich schmeckt das Wasser in München anders als in Berlin, und Kaffee besteht bekanntlich zu über 90 Prozent aus Wasser. Aber dass das „quellfrische Premiumwasser aus den tiefen Gesteinsschichten des Schwarzwaldes“ tatsächlich den unverfälschten Kaffeegeschmack liefern soll, den das Unternehmen verspricht – da habe ich so meine Zweifel.

1,79 Euro kosten 750 Milliliter bei der Berliner Kaffeerösterei in der Uhlandstraße 173/174 oder im Internet (www.kaffeeshop24.de oder www.docklands-coffee.de). Ganz schön viel Geld für eine Flüssigkeit, die ich täglich literweise einfach direkt aus der Leitung konsumiere.

Ziemlich skeptisch fülle ich das Wasser aus der schicken Pet-Flasche mit Glasoptik in meine Maschine. Der Leitungswasserkaffee steht schon für den Vergleichstest bereit, doch das wäre gar nicht nötig gewesen. Denn das Ergebnis ist erstaunlich: Schon der Geruch ist wesentlich intensiver. Der „Pur-Pur“- Kaffee schmeckt viel milder und weicher als der herkömmlich gebrühte. Für Kaffeeliebhaber ist das ein echter Genuss. Durch den Preis allerdings ist „Pur Pur“ kaum alltagstauglich, sondern eher etwas für die besondere Gelegenheit und echte Feinschmecker.

Autor

0 Kommentare

Neuester Kommentar