KAUFEN oder NICHT : Schälen mit Schwund

Die Spargelschälmaschine funktioniert. Aber sie kann eben nur Spargel.

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Spargelschälmaschine.
Spargelschälmaschine.Foto: promo

Das wichtigste schon mal vorweg: Das Gerät funktioniert, und damit hatte ich nicht gerechnet, als ich die filigran wirkende Plastikkonstruktion von gerade einmal 16 Zentimetern Höhe ausgepackt hatte. Rund um einen Schacht, dessen Durchmesser etwa der Dicke einer gut geratenen Spargelstange entspricht, sitzen in drei Etagen jeweils zwei gerundete Messer. Das Gerät muss mittels einer mitgelieferten Schraubzwinge am Tisch befestigt werden. Eine alternative Montage an der Wand finde ich angesichts der Kürze der Spargelsaison nicht so gut.

Wird die Spargelstange – der Hersteller Lurch empfiehlt, sie vorher nass zu machen – von oben eingeführt und in den Schäler hineingedrückt, ist alles nur noch eine Frage der Mechanik. Wenn man von unten an der Stange zieht, kommt sie geschält heraus. Allerdings wird sie in einem Durchgang nicht immer sauber, also wiederholt man den Vorgang. Nun ist das Schälergebnis zufriedenstellend, leider ist der doppelte Durchlauf der Spargelstange ziemlich an die Substanz gegangen. Um die Schalen aufzufangen, empfiehlt es sich, eine größere Schüssel unterzustellen und bei der Arbeit eine sitzende Haltung einzunehmen. Die Position entspricht etwa der beim Melken einer Kuh.

Das Fazit: Für den Preis von 25,90 Euro bekommt man fünf herkömmliche, gute Spargelschälmesser. Mit denen geht es genauso schnell, der Schwund ist geringer, und man kann auch noch Kartoffeln und Äpfel schälen. Die Spargelschälmaschine kann wirklich nur Spargel.

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