KAUFEN oder NICHT : Weich gebettet

Tina-Marlu Kramhöller testet eine Wasser-Matratzenauflage

Tina-Marlu Kramhöller

In meinem Freundeskreis ist die Wasserbett-Hysterie ausgebrochen. „Wir haben uns jetzt auch eins gekauft“, höre ich immer wieder – offensichtlich gehört es heute zum guten Ton, sich nachts auf hunderte Liter Wasser zu legen. Auch wenn ich nicht jedem Trend hinterherlaufe, will ich wissen, wie gut es sich auf Wellen schlafen lässt. Ein teures Wasserbett will ich allerdings nicht anschaffen, deshalb probiere ich eine Wasserauflage für die Matratze aus.

Die 140 Zentimeter breite Auflage von Emos kostet 399 Euro. Sie besteht aus einem Plastikkern, der in einer Baumwollhülle verpackt auf die Matratze gespannt wird. Der Aufbau ist simpel und dauert nur wenige Minuten – trotz der minimalistischen Gebrauchsanweisung. Mein Mitbewohner flüchtet derweil mit dem Hinweis, ich solle die Bude nicht unter Wasser setzen. Denn mit einem mitgelieferten Zehnmeter-Gartenschlauchs muss der Plastikkern mit gut 80 Litern Wasser befüllt werden. Doch am Ende bleibt alles trocken.

Das erste Probeliegen auf der wabbernden Matte provoziert großes Gelächter – das Gefühl ist gewöhnungsbedürftig. Zudem ist jede Bewegung anstrengend, beim Hinlegen und Aufstehen wackelt alles unter mir. Die Nacht ist angenehm, mit Einschränkungen: Die Auflage ist nicht ebenmäßig, deshalb rutscht das Kissen vom Bett und der Kopf liegt tiefer als der Körper. Zu zweit auf einer Matratze schläft es sich noch schwieriger. Sobald sich der eine bewegt, wird der andere von den Wasserbewegungen wach.

Mein Test-Fazit: Einen Versuch ist es wert, ich schlafe aber lieber ohne Wasser. Die Auflage kann im Internet bestellt werden unter www.emos-onlineshop.de oder telefonisch unter 02256 / 959657.

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