Wirtschaft : Kein Käufer für Hamburger Bank Vereins- und Westbank mit Verlust

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Hamburg (dpa). Die Vereins und Westbank hat gelassen auf Marktgerüchte reagiert, wonach der Mutterkonzern Hypo-Vereinsbank das Hamburger Geldinstitut verkaufen wolle. „Bei mir ist noch niemand aufgeschlagen, der in die Bücher sehen wollte“, sagte Vorstandschef Stephan Schüller am Donnerstag. Die Vereins- und Westbank sei mit einem Börsenwert von 1,2 Milliarden Euro eine teure Bank. „Ob jemand diesen Preis zu zahlen bereit ist – da will ich mal ein Fragezeichen dran machen“, sagte Schüller. Die Hypo-Vereinsbank hatte angekündigt, zur Deckung ihres Kapitalbedarfs auch ihre Beteiligungen auf den Prüfstand zu stellen. Die Vereins- und Westbank hat 2002 durch Verkäufe und Umstrukturierungen von Beteiligungen einen Sondergewinn von 275 Millionen Euro eingestrichen. Operativ hat die Bank vor Risikovorsorge einen Gewinn von 137 (Vorjahr: 140) Millionen Euro erwirtschaftet. Wegen der hohen Ausfallrisiken im Kreditgeschäft wurden jedoch Forderungen von 165 Millionen Euro wertberichtigt, so dass ein Verlust von 28 Millionen Euro bleibt.

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