Wirtschaft : Kein Tarifstreit bis 2010

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Berlin und Hessen sind von der aktuellen Tarifauseinandersetzung nicht betroffen. Die Hessen , weil Ministerpräsident Roland Koch die Tarifgemeinschaft der Länder verließ, um selbst beschließen zu können, wie viel die Landesbediensteten arbeiten und verdienen. Wer nicht unter die Nachwirkung des alten Tarifvertrags fällt, arbeitet als hessischer Landesbediensteter nun bis zu 42 Stunden in der Woche und bekommt weniger Urlaubs- und Weihnachtsgeld als die Kollegen in den Bundesländern, die nach Tarif zahlen.

In Berlin war die Ausgangslage anders. Trotz massiven Stellenabbaus im öffentlichen Dienst schnürten die Personalausgaben dem Land die Luft ab. Nach monatelangen Verhandlungen einigten sich schließlich der Senat und Verdi im Sommer 2003 auf einen Sparvertrag für die gut 70 000 Landesbediensteten: Die Arbeitszeit wurde im Durchschnitt um zehn Prozent reduziert . Dafür gibt es für die unteren Gehaltsgruppen acht Prozent weniger Geld , die mittleren bekommen zehn Prozent und die oberen zwölf Prozent weniger. Betriebsbedingte Kündigungen sind bis Ende 2009 ausgeschlossen. alf

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