Wirtschaft : Keine Erholung in Asien

Währungen stürzen weiter / Abermals Einbruch in Tokio

SINGAPUR (dpa). Die asiatischen Aktien- und Devisenmärkte zwischen Tokio und Singapur haben am Mittwoch erneut überwiegend Verluste eingefahren, wobei die Anleger besonders über die Lage in Indonesien und Südkorea besorgt waren.Dort hat sich die Finanzkrise trotz zweistelliger Milliardenkredite des Internationalen Währungsfonds (IWF) weiter verschärft.Auch in Hongkong kehrte nach einer kurzen Erholungsphase der Kurse die schlechte Stimmung zurück. Die indonesische Rupiah, die bereits am Vortag wegen Gerüchten über eine Erkrankung von Präsident Suharto abgestürzt war, fiel weiter auf ein neues Rekordtief.Der US-Dollar kletterte auf 4500 Rupiah, doppelt so viel wie vor einem Jahr.Händler forderten die Regierung auf, den freien Fall der Währung zu stoppen."Solange es keine konzertierte Aktion gibt, stürzt die Rupiah weiter", sagte ein Broker.Der Aktienindex in Jakarta verlor erneut zwei Prozent.Auch in Südkorea setzte sich der Absturz der Landeswährung Won fort.Während sich die Aktienkurse an der Seouler Börse wegen der Ankündigung weiterer Stabilisierungsmaßnahmen um gut drei Prozent erholen konnten, stieg der US-Dollar weiter auf die zulässige Höchstgrenze von 1565,90 Won.Damit hatte der Won zehn Prozent seines Wertes verloren.Der Handel am Devisenmarkt wurde für den Rest des Tages eingestellt.In Tokio fiel der Nikkei-Index nach den starken Vortagesgewinnen um 208,39 auf 16 478,12 Punkte.Der Yen konnte sich gegenüber dem Dollar leicht festigen.In Hongkong büßte der Hang-Seng-Aktienindex 468,25 Punkte oder 4,07 Prozent ein und schloß bei 11 022,41 Zählern.Analysten führten den anhaltend desolaten Zustand des Immobilienmarktes und hohe Zinsen als Grund für die Börsenschwäche an.Auch die Aktienmärkte in Singapur, Manila und Bangkok verloren.

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