Wirtschaft : Keine Ermittlungen wegen Geldwäsche

BERLIN (dr).Als völligen Unsinn hat die Berliner Justizsprecherin Michaela Blume, einen Bericht bezeichnet, daß gegen den neuen Vorstandssprecher der Berliner Volksbank, Rudof Prast, wegen des Verdachts der Geldwäsche ermittelt wird.Sie bestätigte lediglich, daß die Staatsanwaltschaft weiterhin prüft, ob die Berliner Volksbank von der Schieflage der Bauträger-Gruppe Euwo gewußt und Anleger in Fonds der Euwo getäuscht hat.In diesem Zusammenhang bereitet die Staatsanwaltschaft gegen den früherer Vorstandssprecher der Volksbank, Ulrich Misgeld, eine Anklage wegen Betrugs und Untreue vor.Gegen Prast, als damaliges Vorstandsmitglied, wird wegen des Verdachts der Beihilfe ermittelt.Das Verfahren ruht derzeit.Es müsse nun abgewartet werde, ob das Berliner Landgericht die Anklage gegen Misgeld zulasse, so Blume.Sei dies nicht der Fall, sei auch der Beihilfe-Vorwurf gegen Prast hinfällig.In einem solchen Falle könnten Ermittlungen wegen des Verdachts der leichtfertigen Geldwäsche zuzusagen der Notnagel sein.Auch wenn sich Beihilfe zu Untreue oder Betrug wegen fehlenden Vorsatzes nicht nachweisen ließen, käme das Delikt Geldwäsche in Betracht.Denn bei Geldwäsche sei bereits leichtfertiges Handeln strafbar.

Die Berliner Volksbank bestätigte lediglich, daß im Zusammenhang mit dem Ursprungsverfahren Euwo bereits 1997 auch gegen den damaligen Gesamtvorstand, im Sinne der Organmitgliedschaft, Ermittlungen aufgenommen worden seien.Ermittlungsschritte oder -gespräche mit diesem Personenkreis hätten seit 1998 nicht stattgefunden.Prast erklärte in einer Pressemitteilung: "Die aktuelle Veröffentlichung der Berliner Zeitung werte ich ausschließlich als gezielte Kampagne, um die derzeit laufenden Fusionsvorbereitungen unseres Instituts mit der Grundkreditbank eG - Köpeniêker Bank und die für den 11.Juni geplante Beschlußfassung zur Fusion durch die Vertreterversammlungen beider Häuser negativ zu beeinflussen."

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