Wirtschaft : Keine Gefahr für Heuschrecken

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Hedgefonds sollen auf dem Gipfel eine Rolle spielen – dafür haben Bundeskanzler Gerhard Schröder und Finanzminister Hans Eichel bei ihren Gesprächspartnern in Washington und London in den vergangenen Wochen nachdrücklich geworben. Man wolle „Mindeststandards“ und „mehr Transparenz“, heißt es aus Deutschland, und präziser wird es in Gleneagles auf keinen Fall. Praktische Beschlüsse sind nicht zu erwarten, den Heuschrecken, wie der SPDVorsitzende Franz Müntefering die hochspekulativen Finanzgesellschaften nannte, dürfte kaum Ungemach drohen.

„Es geht darum, den politischen Willen zu erklären, sich damit zu beschäftigen. Die Schlussempfehlung wird deutlich machen, welchen Stellenwert die Sache hat, aber keine technischen Fragen klären“, heißt es in deutschen Regierungskreisen. Das Gipfeltreffen sei dafür nicht das richtige Forum, hier seien etwa die IOSCO – die internationale Vereinigung der Börsenaufsichtsbehörden mit Sitz in Madrid – und die Weltbank gefragt. Denkbar sei es, bei der Registrierung und bei der Aufsicht anzusetzen, um mehr Transparenz zu schaffen.

Aus der CDU/CSU kommt kein Widerspruch: „Mein Eindruck ist, dass wir in Deutschland da ein Stück weit wegweisend sind. Ich halte es für durchaus überlegenswert, das in internationalem Rahmen als Anregung aufzunehmen“, sagt Fraktionsvize Michael Meister. mod

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