Wirtschaft : Keine neuen Krisenpläne für Öl EU-Energieminister lehnen Vorschläge der Kommission ab

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Luxemburg (dpa). Die EU-Energieminister sind gegen die Vorschläge aus Brüssel zur Absicherung der Öl- und Gasvorräte in Krisenzeiten. Alle 15 Mitgliedsländer der Europäischen Union sprachen sich bei dem Ministertreffen am Freitag in Luxemburg nach Angaben aus deutschen Delegationskreisen gegen die Pläne von EU-Energiekommissarin Loyola de Palacio aus. Begründet wurde dies mit mangelnder Notwendigkeit, weil auf Basis internationaler Absprachen die Versorgung mit Öl bereits sichergestellt sei.

Nach den Vorschlägen sollen die EU-Staaten ihre Energievorräte angesichts der Turbulenzen auf den Ölmärkten deutlich aufstocken. Bei der ersten Präsentation des Gesetzesvorschlags Mitte September hatte die Kommissarin ihre Initiative mit der „Entwicklung der Energiemärkte und der geopolitischen Unsicherheit“ begründet.

Nach dem Willen der EU-Kommission sollen alle 15 Länder künftig Öl in einer Menge vorhalten, die dem Gesamtverbrauch von 40 Tagen entspricht. Staatliche Einrichtungen sollten Eigentümer dieser Vorräte sein. Dies solle einen wirksamen Einsatz der Vorräte in Krisenzeiten garantieren. Außerdem soll der Zugriff auf die derzeitigen Ölvorräte für 90 Tage neu geregelt werden. Diese Lager sollen künftig für 120 Tage reichen.

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