Wirtschaft : Keine Rettung für Fairchild

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München (mwb/ebe/HB). Bayerns Wirtschaftsminister Otto Wiesheu (CSU) hat die Hoffnung für die Rettung des Regionalflugzeugprogramms 728 Jet und damit des Herzstücks des insolventen Flugzeugbauers Fairchild Dornier nicht aufgegeben. „Dornier ist noch nicht weg“, sagte Wiesheu vor dem Club der Wirtschaftspresse in München. „Wir haben noch andere Eisen im Feuer." n und Zahl der Interessenten wollte der Wirtschaftsminister aber nicht nennen.

Am Dienstag hatte der Weltmarktführer für Regionaljets Bombardier nach fünfwöchiger Prüfung seine Einstiegspläne aus wirtschaftlichen Gründen offiziell abgesagt. Wiesheu sagte, er glaube nicht daran, dass Bombardier aus rein taktischen Gründen abgesagt habe, um später in der Insolvenz von Fairchild doch noch deutlich günstiger an das Projekt zu kommen.

Die Absage von Bombardier hat die Belegschaft tief getrofffen. Der vorläufige Insolvenzverwalter Eberhard Braun kündigte den Abbau von 800 bis 1200 der insgesamt 3600 Stellen am Standort an. Sollte bis zur Insolvenzeröffnung Anfang Juli kein Käufer für das 728-Programm gefunden werden, stünden weitere 1200 Stellen zur Disposition.

Nach Vermutungen des Betriebsrats handelt es sich bei den verbliebenen Interessenten um Alenia und Schweizer Finanzinvestoren. Der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS bekräftigte am Mittwoch, es bestehe definitiv kein Interesse an Fairchild-Dornier. Einen kleinen Erfolg verzeichnete der Insolvenzverwalter jedoch: Die EU-Kommission billigte die staatliche Bürgschaft für den Überbrückungskredit. Die Garantie deckt rund 50 Prozent des Kredites über 94 Millionen Euro ab.

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