Keine Revision : Ex-Porsche-Vorstand Holger Härter muss zahlen

Das Urteil des Landgerichts Stuttgart gegen den früheren Porsche-Finanzchef wegen Kreditbetrugs ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof verwirft die Revision.

Das Landgericht Stuttgart verurteilte den Ex-Porsche-Finanzchef Holger Härter 2013 zu 630.000 Euro Geldstrafe wegen Kreditbetrugs. Das Urteil ist nun rechtskräftig.
Das Landgericht Stuttgart verurteilte den Ex-Porsche-Finanzchef Holger Härter 2013 zu 630.000 Euro Geldstrafe wegen Kreditbetrugs....Foto: dpa

Das Gerichtsurteil gegen den ehemaligen Porsche-Finanzvorstand Holger Härter wegen Kreditbetrugs im Zusammenhang mit der Übernahmeschlacht zwischen Porsche und Volkswagen ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof habe die Revision Härters verworfen, die dieser gegen das im Juni 2013 am Stuttgarter Landgericht gesprochene Urteil angestrebt hatte, teilte das Stuttgarter Gericht am Dienstag mit.

Wie von den Richtern damals verkündet, muss Härter nun eine Geldstrafe über insgesamt 630.000 Euro zahlen. Ein in dem Verfahren ebenfalls zu einer Geldstrafe verurteilter Mitarbeiter habe seine Revision bereits im Juli vergangenen Jahres selbst zurückgenommen. (Aktenzeichen: 1 StR 649/13).

Härter soll falsche Angaben gemacht haben

In dem Prozess vor dem Stuttgarter Landgericht war es um Geschehnisse im März 2009 gegangen. Bei Verhandlungen mit einer Bank hatten damals Härter und der Mitarbeiter laut Gericht bewusst unrichtige Angaben über die finanzielle Lage von Porsche gemacht, um an eine Anschlussfinanzierung eines fälligen Kredits zu kommen.

Gegenüber der Bank verschwiegen die Manager demnach ein Risiko in ihren Büchern von 1,4 Milliarden Euro. Hätten sie den richtigen Kapitalbedarf angegeben, hätte die Bank wohl eine andere Risikobewertung vorgenommen. Porsche hätte dann für den Kredit möglicherweise höhere Zinsen zahlen müssen.

Das Verfahren wegen Marktmanipulation kam nicht zustande

Im Zusammenhang mit der Übernahmeschlacht hatte die Stuttgarter Staatsanwaltschaft Härter und den ehemaligen Porsche-Chef Wendelin Wiedeking außerdem wegen Marktmanipulation vor Gericht bringen wollen. Das Landgericht hatte die Eröffnung eines Hauptverfahrens wegen Marktmanipulation aber im April abgelehnt. AFP

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