Wirtschaft : Keine Zinswende in Sicht

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FALLENDER EURO

Der Euro fällt und fällt: Am Dienstag setzte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs bei 1,2764 Dollar fest. Der Dollar kostete 0,7835 Euro. Zeitweise fiel der Euro auf den tiefsten Stand seit drei Monaten. Gemessen an seinem Höchststand Ende Dezember bei 1,36 Dollar hat die Währung damit 6,4 Prozent an Wert verloren. Als einen Grund nennen Händler Äußerungen von USNotenbankchef Alan Greenspan: Er glaubt, dass die US-Regierung in der Lage ist, das Haushalts- und Leistungsbilanzdefizit in den Griff zu bekommen. Die Defizite werden als wichtigste Ursache für den schwachen Dollar gewertet.

FALLENDE RENDITEN

Weiter auf Talfahrt sind auch die Anleiherenditen. In den vergangenen Tagen ist der Kurs der zehnjährigen Bundesanleihe erneut gestiegen und im Gegenzug ihre Rendite bis auf 3,48 Prozent gefallen. Damit rentiert sie fast auf dem historischen Schlusstief von 3,47 Prozent von Mitte 2003. Nach den schlechter als erwarteten ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten gab sie am Freitag erneut kräftig nach. Daraus schließen die Märkte laut Thomas Mayer, Europa-Chefvolkswirt bei der Deutschen Bank, dass die Leitzinsen weiter sehr niedrig bleiben müssen – ein weiterer Grund, warum Anleger jetzt Aktien kaufen. HB/mot

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