Wirtschaft : Kempinski geht in andere Hände über

Neuer thailändischer Hauptaktionär BERLIN/BANGKOK (dpa).Die 1994 bei der Hotelkette Kempinski eingestiegene thailändische Dusit Thai-Gruppe zieht sich wieder aus dem Unternehmen zurück.Ihr 50prozentiger Anteil am Gemeinschaftsunternehmen Dusit Sinhorn Co.Ltd.soll an den Partner Siam Sindhorn verkauft werden, teilte die führende thailändische Hotelkette am Dienstag in Bangkok mit.Die Siam Sindhorn Co.Ltd wird damit alleiniger Eigentümer der bisherigen Joint Venture-Gesellschaft, die 83,3 Prozent des Kapitals der Kempinski AG hält.Siam Sindhorn gehört wiederum dem Crown Property Bureau, das vor allem die wirtschaftlichen Interessen der königlichen Familie Thailands repräsentiert. Dusit Thani will aus dem für März geplanten Verkauf ihres Beteiligungsanteils umgerechnet 24,7 Mill.Dollar erzielen, erklärte die Gesellschaft.Für das Kempinski-Paket von 83,3 Prozent hatten die Erwerber seinerzeit etwa 150 Mill.Dollar bezahlt. Der Vorstandschef von Dusit Thani, Chanin Donavanik, begründete den Verkauf mit fundamentalen Differenzen zwischen den Partnern über den weiteren Kurs bei Kempinski.Dusit Thani wolle den Verkaufserlös zur eigenen Stärkung und für Akquisitionen verwenden.Die Hotelkette soll nach Berichten etwa 50 Mill.Dollar Auslandsschulden haben, wovon 25 Mill.Dollar in diesem Jahr fällig würden. Donavanik erklärte, die Kempinski-Hotels hätten für 1997 erstmals seit Jahren wieder Gewinn ausgewiesen.Der Generalbevollmächtigte Manfred Schönleben sagte auf Anfrage, die genauen Zahlen würden dem Aufsichtsrat am 27.Februar vorgelegt.Für 1997 sei ein ausgeglichenes Ergebnis angestrebt worden und man glaube, dies erreicht zu haben.Kempinski betreibt in Deutschland neun Hotels, das bekannteste in Berlin am Kurfürstendamm.Weltweit stehen den Gästen 23 Hotels zur Verfügung.

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