Wirtschaft : KfW schreibt schwarze Zahlen

Frankfurt am Main - Nach zwei schwierigen Geschäftsjahren mit Verlusten von insgesamt 8,8 Milliarden Euro macht die bundeseigene Förderbank KfW wieder Gewinn. Unter dem Strich blieb 2009 ein neuer Rekordüberschuss von 1,12 Milliarden Euro, wie Vorstandschef Ulrich Schröder am Freitag in Frankfurt mitteilte. „Der Umschwung ist deutlicher ausgefallen, als wir erwartet hatten. Das ist wohl das zweitbeste Ergebnis einer deutschen Bank im vergangenen Jahr überhaupt“, sagte Schröder.

Den Gewinn nutzt die KfW zum Abbau des Verlustvortrages aus der Schieflage der inzwischen verkauften Mittelstandsbank IKB im Sommer 2007 und zur Stärkung der Rücklagen. Der Überschuss wäre noch höher ausgefallen, hätte die KfW nicht 580 Millionen Euro aus ihren Erträgen genutzt, um die Zinsen für ihre Kredite für die Wirtschaft zu verbilligen. „Unser Gewinn geht damit nicht zulasten der Förderung der deutschen Wirtschaft“, betonte Schröder. Die Staatsbank war als Finanzierer in der Krise stark gefragt: Das Fördervolumen in Deutschland erreichte mit 50,9 (Vorjahr 45,4) Milliarden Euro den höchsten Wert der KfW-Geschichte.

Wachstumsträger war 2009 vor allem der Zinsüberschuss, der auf rund 2,7 Milliarden Euro anstieg. Die KfW profitierte davon, dass sie sich dank guter Bonität an den Kapitalmärkten relativ günstig Geld beschaffen konnte. Zugleich erhöhte das Institut aber auch die Risikovorsorge um fast eine Milliarde Euro auf gut drei Milliarden Euro, vor allem mit Blick auf die Finanzierung von Flugzeugen und Schiffen, Eigenkapitalfinanzierungen für den Mittelstand und ihr Engagement in Kasachstan und in der Ukraine.

Für das laufende Jahr rechnet Schröder wieder mit einem ordentlichen Ergebnis. „Nach allem, was wir aus Januar und Februar ersehen, haben wir einen guten Start ins Jahr 2010 genommen – sowohl auf der Förder- als auch auf der Ertragsseite“, sagte Schröder. ro/dpa

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