Wirtschaft : Kia-Verkauf gescheitert

SEOUL .Der erste Versuch, den zahlungsunfähigen südkoreanischen Autohersteller Kia im Paket mit der Kia-Nutzfahrzeugsparte Asia zu verkaufen, ist fehlgeschlagen.Die Kaufgebote des US-Konzerns Ford und der drei koreanischen Unternehmen Hyundai, Daewoo und Samsung erfüllten nach Angaben von Kia am Dienstag nicht die Übernahmebedingungen.Alle vier Unternehmen hätten weitere Abschreibungen auf die Forderungen der Gläubiger verlangt.Der für die Planung zuständige Kia-Präsident Lee Jong Dae kündigte in Seoul eine neue Versteigerung an, nannte jedoch noch keinen festen Termin.

Der Hauptgrund für den Fehlschlag liege in den enormen Schulden, sagte Lee.Kia und Asia hätten schätzungsweise einen Schuldenberg von 9,6 bis 12,5 Billionen Won (12,4 bis 16 Mrd.DM) aufgehäuft.Zudem seien Ford und Hyundai unter dem geforderten Mindestpreis von 5000 Won je Kia-Aktie geblieben und deshalb disqualifiziert worden, erklärte Lee.Vor der zweiten Auktion wolle Kia die Frage der Abschreibungen mit den Gläubigern erörtern.Die Forderungen nach weiteren Abschreibungen hatten die Banken, darunter der Hauptgläubiger Korea Development Bank (KDB) bisher abgelehnt.Der Käufer für den unter Zwangsverwaltung stehenden drittgrößten Autohersteller Südkoreas sollte nach dem ursprünglichen Plan der Gläubigergruppe bis Dienstag feststehen.Ein Jahr nach dem Zusammenbruch des Kia-Konzerns wurde Mitte Juli die Kia Motors Corp.zusammen mit Asia Motors zum Verkauf ausgeschrieben.Seit dem 21.August lagen die Kaufgebote der einzelnen Unternehmen aus dem In- und Ausland vor.

Lee räumte am Dienstag ein, daß es während des Bieterverfahrens zu "großen Verwirrungen" wegen der Gültigkeit der Auktion gekommen sei.So wurden Samsung und Daewoo genötigt, ihre Forderungen vor der offiziellen Entscheidung über den Gewinner der Versteigerung zurückzuziehen.Beide hatten jedoch die Frist verstreichen lassen.Die Angebote beider Unternehmen für Kia hatten über dem Mindestpreis gelegen, wobei der Branchenneuling Samsung Motors das höchste Gebot abgegeben hatte.

Mehr lesen? Jetzt gratis E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar