• Kinowelt-Rückkauf trotz Ermittlungen nicht gefährdet Finanzierung angeblich gesichert Verzögerung bei der Abwicklung

Wirtschaft : Kinowelt-Rückkauf trotz Ermittlungen nicht gefährdet Finanzierung angeblich gesichert Verzögerung bei der Abwicklung

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München (dpa). Der Rückkauf des insolventen Medienunternehmens Kinowelt durch die Firmengründer ist nach Einschätzung von Geschäftspartnern trotz der Ermittlungen gegen ExChef Michael Kölmel nicht gefährdet. „Es besteht nach wie vor ein Kaufvertrag mit dem Insolvenzverwalter“, sagte ein Geschäftspartner der Brüder Michael und Rainer Kölmel am Mittwoch in München. Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte berichtet, der Kauf drohe zu platzen, weil die vereinbarten Zahlungen nicht fristgemäß am Dienstag eingegangen seien. Die Kinowelt-Aktie stieg am Mittwoch an der Börse Frankfurt um rund 19 Prozent auf 0,31 Euro.

„Es hat zwar Verzögerungen bei der Abwicklung des Kaufvertrages gegeben, die Finanzierung ist jedoch nicht gefährdet“, sagte der Geschäftspartner. Zu Zahlungsfristen und deren Ablauf wollte er sich nicht äußern. Auch Insolvenzverwalter Wolfgang Ott wollte keine Stellungnahme abgeben.

In der Vergangenheit war bereits über ein Zögern der Sparkasse Leipzig, die das Geschäft in erster Linie finanzieren soll, spekuliert worden. Die Konsortialführerin wolle vor Bereitstellung eines Kredits in Höhe von 26 Millionen Euro zunächst die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München I gegen die Kölmel-Brüder wegen Untreue und Insolvenzverschleppung abwarten, hieß es damals. Vor einigen Wochen musste Michael Kölmel sogar wegen Fluchtgefahr für zwei Tage in Untersuchungshaft. Gegen Zahlung einer Kaution von 400000 Euro kam er aber wieder frei.

   Kinowelt hatte im Dezember vergangenen Jahres die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt, nachdem das Unternehmen in den ersten neun Monaten Verluste von mehr als 300 Millionen Euro gemacht hatte. Im Mai dieses Jahres wurde dann das Insolvenzverfahren offiziell eröffnet. Michael Kölmel hatte eigentlich bis Ende Oktober 32 Millionen Euro für die Reste des von ihm gegründeten Unternehmens zahlen sollen.

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