Wirtschaft : Kinowelt verleiht Clint Eastwoods Oscar-Film

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München Gut zwei Jahre nach ihrem Neustart ist die Kinowelt wieder gut im Geschäft. Das Filmunternehmen, das während des New-Economy-Booms zu den Stars an der Börse zählte und 2001 Insolvenz anmelden musste, wird den gerade vierfach Oscar-prämierten US-Film „Million Dollar Baby“ in die deutschen Kinos bringen. Das Unternehmen habe die Kino- und DVD-Rechte kurz vor der Oscar-Verleihung erworben und damit den richtigen Riecher bewiesen, sagte Kinowelt-Gründer Michael Kölmel am Donnerstag in München. Kölmel hofft, dass „Million Dollar Baby“ ähnlich erfolgreich wie der Oscar-Film „Der englische Patient“ wird, der Kinowelt 20 Millionen Euro Umsatz eingebracht hatte.

Kölmel teilte außerdem mit, dass Kinowelt Anfang der Woche sämtliche DVD-Rechte der Kirch-Filmbibliothek bis zum Jahr 2012 erworben hat. Das Kirch-Paket beinhalte rund 5500 Spielfilme und TV-Serien – darunter Klassiker wie „Sissi“, „La Strada“ sowie aktuelle Hollywood-Großproduktionen und ältere Fernsehserien. Einen Preis nannte Kölmel nicht. „Die Kinowelt will sich in Deutschland wieder als eine der führenden Verleih- und Vertriebsfirmen für den deutschen und internationalen Independent-Film etablieren“, sagte Kölmel. „Wir haben unsere Lehren aus der Vergangenheit gezogen.“

2005 will Kölmel bis zu 25 Millionen Euro investieren und den 2004 erzielten Umsatz von 47 Millionen Euro um 20 Prozent steigern. Diese Ausgangsbasis wolle er „für eine weitere Expansion mit Augenmaß nutzen“. Dazu gehöre beispielsweise die Übernahme der insolventen Senator Film, über die es Verhandlungen gebe. Derzeit lägen die Preisvorstellungen aber noch zu weit auseinander. nic

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