Wirtschaft : Kinowelt will Kerngeschäft weiterführen

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Berlin (mot). Der insolvente Kinowelt-Konzern hat offenbar gute Aussichten, sein Kerngeschäft mit neuen Eigentümern weiterzuführen. Insolvenzverwalter Wolfgang Ott führe derzeit Gespräche mit einer Investorengruppe um die beiden Geschäftsführer Marcus Schöfer und Jerry Payne, teilte die Kinowelt Medien AG, München, am Donnerstag mit. Eine Sprecherin sagte, es handele sich dabei um ein deutsch-belgisches Konsortium. Der Gläubigerausschuss, der sich aus der ABN Amro Bank, der BHF Bank und der Hypo-Vereinsbank zusammensetzt, habe Ott bereits ermächtigt, das Angebot anzunehmen. Im Rahmen des so genannten „Management Buy-Outs“ soll eine Auffanggesellschaft mit dem n Neue Kinowelt Medien GmbH gegründet werden.

Die Kinowelt-Gründer und langjährigen Vorstände Michael Kölmel und Rainer Kölmel sind inzwischen nicht mehr im operativen Geschäft der Kinowelt Medien AG und der Kinowelt Lizenzverwertungs GmbH tätig. Kinowelt war an der verfehlten Expansionspolitik der Gründer gescheitert und musste wegen akuter Zahlungsschwierigkeiten Insolvenz anmelden. Kölmel hatte 1999 überteuert Filmrechte in den Vereinigten Staaten eingekauft, die sich nicht mehr kostendeckend bei deutschen Fernsehstationen verwerten ließen.

Die nun geplante Auffanggesellschaft soll das Kerngeschäft aus der Insolvenzmasse übernehmen und die Geschäftsbereiche Filmverleih, Home Entertainment und TV-Rechtehandel in eigener Verantwortung fortführen. Die Marke Kinowelt soll dabei übernommen und erhalten werden. „Der Insolvenzverwalter geht davon aus, dass die Verhandlungen mit der Investorengruppe so rechtzeitig zum Abschluss gebracht werden können, dass die Geschäfte ab Anfang August 2002 unter Leitung der neuen Gesellschaft nahtlos fortgeführt werden“, heißt es in der Mitteilung. Der Geschäftsbetrieb im Kerngeschäft der Kinowelt laufe derzeit planmäßig und umfänglich weiter.

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