Wirtschaft : Kirch-Gruppe: Konzern verschiebt seinen Börsengang

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Unter dem Druck rückläufiger Gewinne hat die Kirch-Gruppe ihren ursprünglich für dieses Jahr geplanten Börsengang auf spätestens 2003 verschoben. Schon jetzt sei Kirch Media aber "voll kapitalmarktfähig", sagte Geschäftsführer Jan Mojto am Dienstag zur Bilanzvorlage der Kirch Media GmbH & Co. KGaA in München. Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab der Konzern gleichwohl Anlass zu Zweifeln. Statt einer vor Jahresfrist versprochenen Verbesserung des Gewinns ist der Jahresüberschuss 2000 von 391 auf 143 Millionen Mark geschrumpft. Finanzchef Herbert Schroder machte dafür ein schwieriges Marktumfeld und vor allem höhere Einkaufspreise im globalen TV-Rechtehandel verantwortlich. Schroder geht 2001 von einem stagnierenden Ergebnis aus. Nach der Konsolidierung der Pro Sieben-Gruppe in die Kirch Media soll die aus den Sendern Pro Sieben, Sat 1 und Kabel 1 geschaffene TV-Familie in vier bis fünf Jahren ihre Umsatzrendite auf 20 Prozent verdoppeln. Nachdem der Umsatz im Jahr 2000 bereinigt um die Pro Sieben-Konsolidierung um 15 Prozent auf 6,5 Milliarden Mark gewachsen ist, sei 2001 ein Erlösziel von sieben Milliarden Mark angepeilt. Im Filmrechtehandel sanken die Erlöse 2000 auf 2,3 Milliarden Mark. Konsolidierungsbedingt größter Bereich ist nun das Free-TV mit 4,6 Milliarden Mark Umsatz. Das Filmvermögen wuchs um eine auf 6,2 Milliarden Mark.

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