Wirtschaft : Kirch-Media soll liquidiert werden 200 Mitarbeiter vor der Entlassung

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München (dpa). Mehr als ein Jahr nach dem Zusammenbruch des KirchImperiums soll die insolvente Kirch-Media Medienberichten zufolge liquidiert werden. Das habe der Gläubigerausschuss entschieden, berichten die Internetausgaben von „Handelsblatt“ und „Financial Times Deutschland“ (FTD). Die Mehrheitsbeteiligung am TV-Konzern Pro Sieben Sat 1, wohl wertvollster Besitz der Kirch-Media, solle in eine Zwischenholding überführt werden.

Weitere Anfragen von Investoren hätten „derzeit keinen Sinn“, sagte Kirch-Media-Insolvenzverwalter Michael Jaffé dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“. „Der Gläubigerausschuss hat uns am Donnerstag ausdrücklich beauftragt, den Verkaufsprozess vorerst nicht fortzuführen. Wir ziehen das jetzt wie geplant allein durch.“ Der Neueinkauf von Rechten werde künftig komplett bei der Senderfamilie liegen. „De facto ist die Kirch- Media tot, denn sie kann jetzt keine Neugeschäfte mehr machen“, sagte Betriebsratsvorsitzender Guido Buchholz der FTD. Nach monatelangem Poker war Anfang Juni die Übernahme der Kirch-Media-Kernfirmen durch den US-Milliardär Haim Saban gescheitert. Für die knapp 200 Mitarbeiter von Kirch-Media bedeutet der Beschluss vermutlich die baldige Entlassung.

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