Wirtschaft : Kirch und Bertelsmann suchen neue Lösungen

BERLIN/MÜNCHEN/GÜTERSLOH (rtr).Nach dem Verbot der Neuordnung von Premiere durch das Bundeskartellamt will die Kirch-Gruppe nach neuen Lösungen für den TV-Sender suchen.Ein Sprecher des Unternehmens kündigte in München an, Kirch werde mit Bertelsmann weitere Gespräche führen.Der andere Gesellschafter, die Luxemburger Bertelsmann-Tochter CLT-UFA, will gegen den Ablehnungsbescheid rechtliche Schritte prüfen, sagte ein CLT-UFA-Sprecher der dpa am Dienstag.Die Wettbewerbshüter hatten am Montag nachmittag beiden Unternehmen die Aufstockung ihrer Anteile auf jeweils 50 Prozent untersagt.

"Eine Umwandlung von Premiere in ein paritätisches Gemeinschaftsunternehmen von CTL-UFA und der Kirch-Gruppe würde diese bereits bestehende marktbeherrschende Stellung weiter verstärken und gleichzeitig im Free-TV-Markt zu einem wettbewerbslosen Oligopol führen", argumentierte das Bundeskartellamt am Dienstag.Das Aufstockungsvorhaben sei wesentlicher Teil des von der EU-Kommission im Mai 1998 untersagten Vorhabens "Bertelsmann/Kirch/Premiere".Der Kartellamtschef Dieter Wolf erklärte, dagegen seien nun die Chancen Kirchs größer, die Mehrheit an Sat.1 zu übernehmen.Aufgrund des Scheiterns der Allianz wird der Pay-TV-Koordinator bei Bertelsmann, Arnold Bahlmann, ab 1.Januar 1999 Executive Vice President für Strategische Unternehmensentwicklung, Investitionen und Controlling, teilte der Medienkonzern am Dienstag in Gütersloh mit.

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