Wirtschaft : Klage gegen MLP droht zu scheitern Gericht sieht keine Verfehlungen bei Kapitalerhöhung im Jahr 2000

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Heidelberg (dpa). Die Klage von Kleinaktionären gegen den Heidelberger Finanzdienstleister MLP droht endgültig zu scheitern. Die Abweisung der Klage in erster Instanz sei „im Ergebnis richtig“, sagte der Vorsitzende Richter des Siebten Zivilsenats des Karlsruher Oberlandesgerichtes (OLG), Peter Glanzmann, in der mündlichen Berufungsverhandlung am Mittwoch. Zwei Kleinaktionärinnen werfen dem Vorstand der MLP AG vor, vor einem Beschluss über eine Kapitalerhöhung die Hauptversammlung unzureichend und irreführend informiert zu haben. Die OLG-Entscheidung soll am 28. August verkündet werden. Die Aktionärinnen wollen den Beschluss der Hauptversammlung vom November 2000 für nichtig erklären lassen. Damals hatten die Aktionäre den Vorstand zu einer Kapitalerhöhung ermächtigt. Die Klage dagegen war vom Landgericht Heidelberg im Juni 2001 abgewiesen worden.

Hintergrund der Kapitalerhöhung war die vollständige Einbringung von vier Tochtergesellschaften in den Konzern. Ein Bezugsrecht der Kleinaktionäre an den neuen Aktien wurde ausgeschlossen. Den Großteil erhielten die bisherigen Hauptaktionäre und Haupt-Anteilseigner der Tochterfirmen, die Familien des MLP-Vorstandsvorsitzenden Bernhard Termühlen und des Aufsichtsratsvorsitzenden Manfred Lautenschläger.

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