Wirtschaft : Klagen über Schwarzarbeit in Brandenburg

Potsdams Oberbürgermeister Matthias Platzeck (SPD) hat ein verstärktes Vorgehen gegen Schwarzarbeit angekündigt. Rund die Hälfte aller Leistungen gingen den Handwerksbetrieben durch illegale Feierabend- und Wochenendarbeit verloren, sagte das Stadtoberhaupt am Donnerstag nach einem Gespräch mit Vertretern aus Behörden und Gewerbe. Ordnungsamt und Handwerkskammer wollten nun gemeinsame Kontrollen starten. Die Einrichtungen beklagten nach Platzecks Worten auch die mangelnde Tariftreue in der ländlichen Umgebung. Im Elektrogewerbe würden außerhalb der Stadt nur zwischen neun und zehn Mark pro Arbeitsstunde gezahlt, obwohl der tariflich vereinbarte Ecklohn bei 16 Mark liege. Dies führe zu Wettbewerbsnachteilen für Potsdam, wo der Stundenlohn bis zu 20 Mark betrage. Ein Firmenvertreter kritisierte die fehlende Unterstützung des Landes bei der Lehrlingsausbildung.

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