Wirtschaft : Klaus Esser - der Kämpfer

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Klaus Essers Leben als Manager ist eng verbunden mit dem Düsseldorfer Mannesmann-Konzern. Dort ist er zwar erst seit Juni 1999 Vorstandsvorsitzender, war jedoch entscheidend an dem Umbau des Konzerns zum größten Mobilfunkanbieter Europas durch seinen Vorgänger Joachim Funk beteiligt. Als er 1998 den stellvertretenden Vorstandsvorsitz übernahm, war er bereits in der Rolle des Kronprinzen. Die Internationalisierung des Konzerns ging unter seiner Leitung weiter. Dabei verstärkte er die Konzentration auf den Bereich Telekommunikation. Das Übernahmeangebot des britischen Mobilfunkanbieters Vodafone AirTouch war für ihn, der so sehr mit Mannesmann verbunden ist, auch ein persönlicher Angriff. Esser wollte die Unabhängigkeit seines Konzerns erhalten. Als Vodafone den Düsseldorfern in Strategiefragen immer näher kam, schrumpften die Chancen Essers rapide. Im Vorstand des nun zu bildenden Gemeinschaftsunternehmens wird er nur noch ohne eigenen Geschäftsbereich sitzen. Immerhin konnte Esser durch seine Beharrlichkeit den Preis für Mannesmann stark in die Höhe treiben.

Der 52-Jährige absolvierte zunächst in Deutschland und der Schweiz eine klassische Juristenausbildung. 1975 ging er in die USA und studierte dort Unternehmensführung. Zwei Jahre später trat er in den Mannesmann-Konzern ein. 1983 bis 1990 führte er dort die Steuerabteilung und wechselte für vier Jahre in den Vorstand der Mannesmann-Tochter Demag. 1994 wurde er in den Vorstand des Mutterkonzerns berufen.

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