Wirtschaft : Klaus Subjetzki: Schering-Aufsichtsratschef ist tot

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In wenigen Tagen hätte hätte er sein Amt an der Spitze der Schering AG seinem Nachfolger übergeben wollen - doch dazu ist es nicht mehr gekommen. Klaus Subjetzki, seit 1984 Aufsichtsratsvorsitzender des Berliner Pharmakonzerns, ist tot. Der 70-Jährige sei am 4. April überraschend verstorben, teilte Schering am Donnerstag mit. Konzern-Chef Giuseppe Vita schrieb in seiner Würdigung: "Herr Subjetzki war der Schering AG 23 Jahre lang eng verbunden war und hat unserem Unternehmen richtungsweisende Impulse gegeben." Vita hob insbesondere sein Engagement während der Neuausrichtung in den neunziger Jahren hervor, als Schering von einem diversifizierten Unternehmen zu einem erfolgreichen globalen Pharmakonzern umgebaut wurde.

Bekannt war Subjetzki allerdings weniger als Pharma-Lenker, denn als Privatbankier. Als "diskret, einflussreich und zudem selbstbewusst, aber natürlich auch sehr wohlhabend" beschrieb ihn einmal die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Der geborene Königsberger trat 1957 in die Berliner Handels-Gesellschaft ein und machte schnell Karriere. Nach der Fusion mit der Frankfurter Bank zur BHF-Bank wurde Subjetzki in den Kreis der Geschäftsinhaber gewählt, seit 1992 war er auch Vorsitzender des Aufsichtsrates. Subjetzki wollte sein Mandat als Aufsichtsratsvorsitzender der Schering-Hauptversammlung am 26. April niederlegen. Als wahrscheinlichster Nachfolger gilt Noch-Konzernchef Giuseppe Vita, der dann in den Aufsichtsrat wechselt.

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