Klaus Zimmermann : Elf Jahre an der Spitze des größten Instituts

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Zum 1. Januar 2000 trat Klaus Zimmermann sein Amt als Präsident des DIW an. Ein großer Wurf, so die einhellige Meinung der Geldgeber des Instituts, denn Zimmermann ist einer der bekanntesten deutschen Ökonomen und als Arbeitsmarkt- und Migrationsexperte geschätzt. Auch deshalb, weil er sich als Gründer und Direktor des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) zu profilieren wusste. Am eher keynesianisch ausgerichteten DIW gab es bald Ärger, und Konjunkturexperte Gustav Horn verließ 2004 das DIW und baute im Auftrag des DGB das neue IMK auf, um wissenschaftliche Gegenpositionen zum neoliberalen Mainstream zu verbreiten.

Zimmermanns Führungsstil verstörte und vertrieb manche Führungskraft aus dem Institut, doch brenzlig wurde es für den Präsidenten erst im Herbst 2009, als der Berliner Rechnungshof in einem Prüfbericht die nicht korrekte Verwendung öffentlicher Mittel kritisierte. Wenige Wochen später begann die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen Untreue gegen Zimmermann. Ob Anklage erhoben wird, wollen die Ermittler im Sommer entscheiden.

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