Wirtschaft : Kleine "3er"-Reihe legt zu - Größere Modelle weniger gefragt

Die Marke BMW steuert auf einen neuen Absatzrekord zu. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres seien die Auslieferungen weltweit um rund zehn Prozent auf knapp 570 000 Stück gestiegen, teilte die BMW AG, München, am Donnerstag mit. Zulegen konnte aber nur die "3er"-Reihe. Vom kleinen BMW wurden mehr als 380 000 Autos verkauft, 22 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dagegen verzeichnete der Konzern bei der "5er"-Reihe einen Rückgang von neun Prozent und bei der "7er"-Reihe um acht Prozent. Der Konzern begründete die Einbußen vor allem mit den Modellzyklen.

In den Vereinigten Staaten werde 1999 das bisher beste Jahr für BMW sein, hieß es. Von Januar bis September wurden dort 116 000 Autos verkauft, ein Zuwachs von 19 Prozent. In Deutschland betrug das Plus vier Prozent, verkauft wurden 180 000 Wagen. In Großbritannien legte die Marke um sieben Prozent auf 57 000 Fahrzeuge zu, in Italien um knapp 20 Prozent auf 31 000 Autos und in Spanien um 47 Prozent auf 17 500 Wagen.

Der BMW-Konzern kündigte zudem die Gründung einer Tochtergesellschaft in Argentinien an. Damit verfüge die Gruppe im kommenden Jahr weltweit über 27 eigene Vertriebstöchter. Mit der neuen BMW de Argentina SA solle der südamerikanische Markt noch besser als bisher erschlossen werden.

Im vergangenen Jahr erzielte der Münchner Autohersteller mit seinen Marken BMW, Rover, Land Rover, Mini und MG einen Absatz von insgesamt rund 1,2 Millionen Autos und etwa 63 Milliarden Mark Umsatz. Der Gewinn sackte wegen der Rover-Verluste von 1,2 Milliarden Mark auf 900 Millionen Mark ab. Im laufenden Jahr will der Konzern die Eckwerte des Vorjahres wieder erreichen.

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