Wirtschaft : Kleine Markenkunde

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BioSiegel: Seit September 2001 geltendes europäisches Kontrollzeichen nach den Richtlinien der EG-Öko-Verordnung.Die von Bund und Ländern zugelassenen 22 Kontrollstellen prüfen die Einhaltung der Öko-Richtlinien. In Deutschland gibt es aktuell 28670 biozertifizierte Produkte. Verboten: Bestrahlung, Einsatz gentechnischer Organismen, chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel. Vorgeschrieben: weite Fruchtfolgen, artgerechte Tierhaltung, Fütterung mit ökologischen Futtermitteln ohne Zusatz von Antibiotika und Leistungsförderern.

Bioland: Größter deutscher Anbau- Verband, gegründet vor rund 50 Jahren. 4500 Öko-Betriebe. Anforderungen: Organisch biologischer Anbau. Boden wird auf Risikofaktoren (Altlasten und Kontaminationsquellen) überprüft. Gesamter Hof muss ökologisch bewirtschaftet werden. Fischmehl als Futtermittel verboten. Stark eingeschränkter Einsatz von Lebensmittelzusatzstoffen.

Naturland: Der zweitgrößte Verband hat 36000 Mitglieder in 25 Ländern. Anforderungen: Gesamtbetriebsumstellung ist Pflicht. Strenge Richtlinien für Verarbeitungsprozesse. Kooperiert mit Öko-Bauern in Indien, Vietnam und Guatemala. Seit 2005 gelten Sozialrichtlinien für Erzeuger und Verarbeiter.

Demeter: Das ältestes Öko-Siegel wurde 1928 eingeführt, basiert auf der anthroposophischen Lehre Rudolf Steiners.Internationale Kooperation mit rund 3000 Betrieben in über 40 Ländern. Anforderungen: Ganzheitliches Prinzip des geschlossenen Kreislaufs von Erde und Kosmos. Gezielter Einsatz von Mineralien und Heilkräutern zur Fruchtbarmachung des Bodens. Düngemittel aus Tiermehl seit 1996 verboten.

GÄA: Der Bundesverband für ökologischen Landbau gründete sich 1988 in Dresden. Mehrheitlich Betriebe aus den neuen Bundesländern. Vereint biologisch dynamischen mit organisch biologischem Anbau. Anforderungen: Zusammenarbeit nur mit komplett ökologisch arbeitenden Betrieben. Alle Tiere aus ökologischer Aufzucht. Einsatz von Blut-, Knochen-, Fleisch- oder Fischmehl als Pflanzendünger ist verboten. kat

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