Wirtschaft : Kleine Typologie der Ernährung

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Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg teilt die Deutschen in vier Ernährungstypen ein – die sich allerdings nicht immer eindeutig voneinander abgrenzen lassen.

Der ConvenienceTyp: Er nutzt jede Erleichterung („convenience“), die ihm die Nahrungsmittelindustrie und die Schnell-Gastronomie bieten, um Zeit und Arbeitskraft zu sparen: fertige Dessert-Produkte, Ravioli aus der Dose, tiefgekühlte Lasagne und andere Fertig- Gerichte, Hamburger aus dem FastFood-Restaurant und Currywurst von der Imbissbude. Hauptsache, es ist schnell und bequem. Der Convenience- Typ gilt als eher preisbewusst, dafür aber weniger kritisch: Er legt wenig Wert auf Vollwert- oder vitaminreiche Kost. Zu dieser Gruppe zählen vor allem Singles und junge Familien, 60 Prozent sind jünger als 40. Jeder fünfte Deutsche ist ein „Convenience“-Typ.

Der Vital-Typ: Auch er isst gerne Fertigkost, ist dabei aber sehr gesundheits- und kalorienbewusst. Der Vital-Typ, zu dem rund 28 Prozent der Deutschen zählen, bevorzugt frische Mischsalate aus der Kühltheke, Tiefkühlgemüse oder gekühlte Teigwaren. Alle Altersklassen sind vertreten.

Der Heimat-Typ: Er ist in seinem Ernährungsverhalten eher konservativ und bevorzugt Nahrungsmittel aus Deutschland. Frische ist ihm sehr wichtig, er kauft seinen Salat in der Regel auf dem Markt und ist in der Auswahl seiner Lebensmittel sehr kritisch. Dem bequemen Convenience-Typen steht der Heimat-Typ reserviert gegenüber. Dennoch greift auch er bei vorgefertigten Produkten wie paniertem Fleisch oder Geflügel zu. Ein Drittel der Deutschen sind diesem Typ zuzuordnen, 60 Prozent davon sind älter als 50 Jahre.

Der Ethnik-Typ: Er verwendet die bequemen Convenience-Produkte sehr viel seltener als als alle anderen Typen. Den Ethnik-Typ zeichnet insbesondere aus, dass er häufig edel essen geht – mal zum Italiener, mal zum Franzosen, mal zum Chinesen. Zum Ethnik-Typ zählen die Marktforscher der GfK rund 22 Prozent aller Deutschen. pet

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