Kleinwagen : Der Smart ist auch 2008 profitabel

Er ist ein Spätzünder: Über zehn Jahre nach der Markteinführung ist der Smart heute so gefragt wie nie. Nach den USA soll er im kommenden Jahr auch China erobern - und ab 2010 auch ganz ohne Benzin auskommen.

228709_0_5e093eba
Daimler-Chef Dieter Zetsche im Smart-Werk im HambachFoto: ddp

Hambach"Wir sind in diesem Jahr profitabel", sagte der Daimler-Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche am Mittwoch im Smart-Werk im französischen Hambach. Vom Ergebnis her sei smart noch nie so erfolgreich gewesen wie heute.

Seit Markteinführung Anfang Juli 1998 hat Daimler von dem Zweisitzer eine Million Einheiten verkauft. Nachdem Smart über Jahre hin Verluste in Milliardenhöhe geschrieben hat, erreichte der Kleinwagen im vergangenen Jahr die schwarzen Zahlen. Um die Gewinnzone zu erreichen, hat Smart das Angebot auf den Fortwo reduziert und zahlreiche Modelle wie den Forfour und den Roadster aus dem Programm genommen.

Profiteur der CO2-Debatte

Anfang des Jahres hat der Stuttgarter Autohersteller das Fahrzeug gemeinsam mit dem Vertriebspartner Penske Automotive Group auf dem US-Markt eingeführt, Mitte 2009 startet er auch in China. Für 2010 ist dann der erste Elektro-Smart der aktuellen Generation geplant.

Von der Diskussion um CO2-Emissionen hat der Kleinwagen profitiert. Nach Unternehmensangaben verbraucht der mit einem 45-PS-Motor ausgerüstete Smart 3,3 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Dies entspricht einem CO2-Emission von 88 Gramm pro Kilometer.

Die schwachen Pkw-Absatzmärkte im August hat auch Daimler zu spüren bekommen. Mercedes-Benz Cars sei entsprechend betroffen, habe sich aber im Vergleich zum Wettbewerb gut geschlagen, sagte Zetsche. Anfang August hatte Mercedes-Benz Cars angekündigt, aufgrund einer schwächeren Nachfrage die Produktion um 45.000 Einheiten zu kürzen. Insgesamt will die Pkw-Sparte der Daimler AG im laufenden Jahr den Absatz 2007 von 1,3 Millionen Einheiten übertreffen. (mfa/ddp)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben