Wirtschaft : Knöllchen

Warum Autofahrer immer tiefer in die Tasche greifen müssen

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PREIS DER WOCHE

Bei Rot über die Ampel? Nicht schlimm. Zumindest nicht für Fußgänger: Maximal zehn Euro kostet die Rebellion auf der Straße. Motorisierte Verkehrssünder zahlen bis zu 200 Euro plus Fahrverbot. Wieso gibt es so große Unterschiede? Die Höhe von Verwarnungs- (bis 35 Euro) und Bußgeldern (ab 35 Euro) sowie die Dauer von Fahrverboten ist im Bußgeldkatalog festgelegt. „Die Beträge richten sich nach Schwere und Gefährlichkeit des Verstoßes“, sagt Verkehrsexperte Roland Schurig von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. „Auch Fußgänger verletzen die Verkehrsregeln, aber die Gefährlichkeit ist nicht so hoch.“ Deshalb verfolge sie die Polizei weniger gezielt als Autofahrer. Wegen der erhöhten Gefahr kostet Falschparken (ab zehn Euro) mehr, wenn dadurch andere Verkehrsteilnehmer behindert werden (ab 15 Euro). Bei der Höhe der Strafen ist, so Schurig, der „Vermeidungseffekt“ wichtig. „Es muss so teuer sein, dass es sich nicht lohnt, einen Verstoß zu begehen.“ Wer sich nicht abschrecken lässt, gegen den gehen Ordnungshüter mit schärferen Mitteln vor: Neben dem Bußgeld gibt es Punkte in Flensburg, ab 18 Punkten ist man den Führerschein für ein halbes Jahr los. shr/Foto: dpa

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