Wirtschaft : Kölmel-Comeback treibt Kinowelt-Aktie Unternehmens-Gründer wollen Kerngeschäft retten

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München (dpa). Nach dem Comeback von Unternehmensgründer Michael Kölmel hat sich der Kinowelt-Aktienkurs am Montag zeitweise mehr als verdoppelt. Die Gläubigerbanken der insolventen Kinowelt Medien AG hatten sich am späten Freitagabend für die Übernahmeofferte einer Investorengruppe um Michael Kölmel und seinen Bruder Rainer entschieden. Der Kinowelt-Aktienkurs sprang daraufhin in Frankfurt zeitweise von 0,33 auf bis zu 0,74 Euro. Zum Börsenschluss lag er bei 0,65 Euro.

Die Kölmel-Gruppe hatte 32 Millionen Euro für das Kinowelt-Kerngeschäft und die Ablösung von Pfandrechten geboten. Die Gläubigerbanken entschieden sich am vergangenen Freitag überraschend für diese Offerte. Vor wenigen Wochen hatten Insolvenzverwalter Wolfgang Ott und Kinowelt bereits die Übernahme des Kerngeschäfts durch eine Investorengruppe um die Kinowelt-Geschäftsführer Marcus Schöfer und Jerry Payne angekündigt. Das Geschäft platzte aber kurzfristig. Auch der Verkauf an die Brüder Kölmel, unter deren Führung Kinowelt Pleite gegangen war, galt bei den Gläubigerbanken nicht als Ideallösung. Die Sicherung der verbliebenen Arbeitsplätze habe aber im Vordergrund gestanden, hieß es bei einem Kreditinstitut.

Michael Kölmel sagte der Tageszeitung „Die Welt“, die Sparkasse Leipzig habe mit der DKB-Bank einen Konsortialkredit von 23 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug erhielten die Geldgeber eine Option, sich an der Auffanggesellschaft zu beteiligen, die das Kinowelt-Kerngeschäft übernimmt. Diese Gesellschaft solle später auf dem Weg einer Kapitalerhöhung in den börsennotierten Mantel eingebracht werden.

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