Wirtschaft : Komatsu Hanomag in den schwarzen Zahlen

HANNOVER (dpa).Der Baumaschinen-Hersteller Komatsu Hanomag AG, Hannover, erwartet für 1998 erstmals nach mehrjährigen Verlusten wieder den Sprung in die Gewinnzone.Im ersten Halbjahr habe das zum japanischen Komatsu-Konzern gehörende Unternehmen einen Gewinn von rund 3,4 Mill.DM erzielt.Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren noch rund 14 Mill.DM Verlust angefallen.Der Umsatz stieg bis zum 30.Juni um 24 Prozent auf 269 Mill.DM, berichtete der Vorstandsvorsitzende Gerhard Lehnen am Dienstag auf der Hauptversammlung in Hannover.

"Nach einer mehrjährigen Durststrecke sind wir wieder auf Erfolgskurs.In allen Bereichen zeigt sich eine stabile Aufwärtsentwicklung", sagte Lehnen vor den Aktionären des Unternehmens.Von den verbliebenen 600 Arbeitsplätzen - Ende 1995 waren es noch 1000 - sollen in Zukunft keine mehr wegfallen.Insgesamt erwartet der Vorstand des Maschinenbauers für das gesamte Jahr eine Steigerung des Umsatzes um zehn Prozent.Erfolgreiche Umstrukturierungen in der Produktion, Logistik und im Vertrieb sowie neue Produkte hätten die Lage des Unternehmens stabilisiert.Darüber hinaus habe sich die Marktsituation für Baumaschinen vor allem in Deutschland leicht verbessert, sagte Lehnen.

Im vergangenen Jahr hatte Komatsu Hanomag noch einen Verlust von 5,9 Mill.DM verbucht, im Jahr zuvor war es ein Minus von 32,6 Mill.DM gewesen.Die Verringerung der Verluste aus den Vorjahren war möglich, weil im Frühjahr des vergangenen Jahres das Grundkapital des Unternehmens zur Deckung eines neuen Minus auf 37,5 Mill.DM verdoppelt worden war.Die dafür notwendigen Mittel waren vollständig von der japanischen Konzernmutter Komatsu aufgebracht worden, die 99,55 Prozent aller Aktienanteile an dem Maschinenbauer hält.

Der Umsatz des Traditionsunternehmens lag im vergangenen Jahr bei rund 476 Mill.DM nach 415 Mill.DM im Jahr 1996.Der Schuldenberg des Unternehmens konnte von 271 Mill.DM im Jahr 1996 auf 200 Mill.DM reduziert werden.

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