Wirtschaft : Kommt in die Tüte

Heike Jahberg

DAS TESTURTEIL: 10 Punkte (0 Punkte: Hände weg und alle Bekannten warnen, 5 Punkte: Noch mal drüber schlafen, 10 Punkte: Sofort kaufen)

testet ein Aufbackbrot Ich bin eine große Freundin von selbst Gemachtem. Ich liebe es, Kuchen zu backen. Ich mag den Geruch von frisch gebackenen Keksen in der Küche. Aber ich habe auch einen Job, und manchmal müssen die Dinge dann einfach schnell gehen. Deshalb kommen unsere Muffins und Brownies meist aus der Backmischung - und sie schmecken, Hand aufs Herz, auch nicht schlechter als die in der Bäckerei Gekauften.

Mit dem Brot ist die Sache schon wesentlich schwieriger. Brot schmeckt eigentlich nur dann gut, wenn es richtig frisch ist. Aber all meine Versuche, gutes Brot selbst zu backen, sind bislang in die Hose gegangen. Entweder ist das Brot hutzelig klein und duckt sich verschämt auf dem Backblech oder es steckt in der Kastenform fest und sieht aus wie ein bitterer, missratener Kuchen.

Deshalb habe ich das „Back-mich“-Brot von Lieken getestet; zugegeben: mit deutlicher Skepsis. Aufbackbrötchen finde ich scheußlich – entweder blähen sie sich voller Luft oder sie sind steinhart wie Zwieback. Warum sollte das Aufbackbrot besser abschneiden? Vier Sorten sind im Angebot, sie tragen die Namen: Weltmeister-, Zwiebelkrusten-, Krustenbrot und kleine Kruste. Ich habe die „kleine Kruste“ probiert, streng nach Vorschrift: auspacken, zwölf Minuten in den Backofen und dann – mmmmh. Außen knusprig, innen weich, wie frisch vom Bäcker. Einfach lecker.Und auch die Vorratshaltung ist leicht: Obwohl das Brot keine Konservierungsstoffe enthält, können Sie es locker zwei Wochen im Schrank aufbewahren, im Kühlschrank sogar einen Monat. Weil Lieken gestressten Eltern nicht nur bei künftigen Schulfesten das Leben erleichtert, sondern auch Singles frisches Brot zur Hand haben, gibt es zur Belohnung zehn Punkte.

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