Wirtschaft : Kompromiß im Streit um befristete Verträge bei Volkswagen

HANNOVER (rtr).Im Streit um die Übernahme von rund 6000 befristet Beschäftigten bei Volkswagen haben sich Arbeitgeber und IG Metall auf eine Übergangslösung geeinigt.Beide Seiten teilten am Freitag in Hannover mit, die auslaufenden Verträge würden rückwirkend zum 1.Mai um ein halbes Jahr verlängert.In dieser Zeit solle weiter über eine Perspektive für die Beschäftigten verhandelt werden.IG-Metall- Verhandlungsführer Hartmut Meine wertete die Einigung als Teilerfolg, die Luft verschaffe.Die nächsten befristeten Verträge laufen im Oktober in den Werken Emden und Wolfsburg aus.Die IG Metall hatte sich bei den Tarifverhandlungen vor zwei Wochen nicht mit ihrer Forderung nach einer Übernahme der befristet Beschäftigten in den sechs westdeutschen VW-Werken durchsetzen können.Gewerkschaft und Arbeitgeber hatten sich lediglich darauf verständigt, daß über eine Weiterbeschäftigung je nach Bedarf in den einzelnen Werken entschieden werden sollte.Als in der vergangenen Woche die Entscheidung des Vorstands bekannt wurde, im Werk Emden rund 550 befristete Verträge nicht zu verlängern, war die gesamte Belegschaft für zwei Tage aus Protest in den Ausstand getreten.Rund 2000 Autos konnten deshalb in dem Passat-Werk nicht gebaut werden.

Meine sagte, in den einzelnen Werken solle weiter zwischen Betriebsrat und Management nach Wegen für eine Weiterbeschäftigung gesucht werden.Er schlug vor, ähnlich wie bei Auszubildenden die befristeten Mitarbeiter zunächst auf Teilzeitbasis weiter zu beschäftigten.Wie viele Verträge in unbefristete Beschäftigungsverhältnisse umgewandelt werden könnten, hänge letztlich vom Verlauf der Autokonjunktur ab.Bis zu einer endgültigen Lösung sollen nach Angaben der Gewerkschaft die Überstunden in den Werken in Richtung auf die bei VW geltende 28,8-Stunden-Woche verringert werden.Außerdem soll die Altersteilzeit-Regelung verstärkt genutzt werden.

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