Konjunktur : Rekord beim deutschen Exportüberschuss

Trotz leicht revidierter Zahlen verzeichnet Deutschland erneut ein sattes Plus bei den Exporten für das Jahr 2014. Welche Branchen tragen zum Handelsrekord bei? Und welche schwächeln?

Deutsche Waren sind weltweit gefragt.
Deutsche Waren sind weltweit gefragt.Foto: dpa

Deutschlands Exporteure haben im vergangenen Jahr so viele Waren ins Ausland verkauft wie nie. Allerdings fiel der Rekord geringfügig schwächer aus, als zunächst berechnet, wie das Statistische Bundesamt am Montag anhand revidierter Zahlen mitteilte.

Demnach wurden Waren im Gesamtwert von 1133,5 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 916,6 Milliarden Euro importiert. Damit erzielte Deutschland einen Exportüberschuss von 216,9 Milliarden Euro und übertraf den bisherigen Höchstwert von 195,3 Milliarden Euro aus dem Jahr 2007 deutlich.

Bei einer ersten Berechnung der Außenhandelsstatistik 2014 Anfang Februar hatte die Wiesbadener Behörde den Wert der Exporte etwas höher mit 1133,6 Milliarden Euro und den der Importe etwas niedriger mit 916,5 Milliarden Euro angegeben. Der Saldo lag entsprechend marginal höher bei 217,0 Milliarden Euro. Die Werte werden nach Angaben der Statistiker im Jahresverlauf noch mehrfach neu berechnet, endgültige Zahlen soll es voraussichtlich im Oktober geben.

An der grundsätzliche Tendenz jedoch dürfte sich nichts ändern: Waren „made in Germany“ sind weltweit beliebt wie nie. Obwohl die Konjunktur in den Euro-Partnerländern weiter schwächelt und die Ausfuhren in das kriselnde Russland eingebrochen sind, haben die heimischen Autohersteller, Maschinenbauer und anderen Exporteure 2014 den bisherigen Rekord von 2012 nochmals übertroffen. Ökonomen sind überzeugt, dass sich die Erfolgsgeschichte 2015 fortsetzen wird. Die Exporteure profitieren unter anderem vom schwachen Euro.

Bundesbank: Deutsche Wirtschaft zu Jahresbeginn kräftig gewachsen

Nach dem überraschend starken Wachstum zum Jahresende 2014 dürfte die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung der Bundesbank auch Anfang 2015 kräftig zugelegt haben. „Auch für das zweite Vierteljahr deutet sich eine Fortsetzung der lebhaften konjunkturellen Aufwärtsbewegung an“, schreibt die Notenbank in ihrem am Montag in Frankfurt veröffentlichten Monatsbericht für den März.

Nach Überzeugung der Bundesbank steht der Aufschwung auf mehreren Füßen: „Hauptantriebskräfte sind ... die Auslandsnachfrage, der private Konsum und, in geringerem Maße, der Wohnungsbau.“ Außerdem gebe es Anzeichen für eine Belebung der Investitionstätigkeit. (dpa)

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